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Bilanzierung aktuell Spezial - In welchen Fällen sind Verbindlichkeiten in der Steuerbilanz abzuzinsen?

Bilanzierung [ Stand: 13.06.2018 ]
Autor: Udo Cremer
Quelle: Verlag Dashöfer GmbH
Experte Udo Cremer klärt auf, welche Verbindlichkeiten abgezinst und welche mathematischen Grundsätze dazu angewandt werden.

Verbindlichkeiten sind unter sinngemäßer Anwendung der Bewertungsvorschriften, die für das Umlaufvermögen gelten, anzusetzen und mit einem Zinssatz von 5,5 Prozent abzuzinsen. Von einer Abzinsung ausdrücklich ausgenommen sind:

  • die Verbindlichkeit hat am Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von weniger als zwölf Monate,

  • es handelt sich um eine verzinsliche Verbindlichkeit,

  • bei der Anzahlung handelt es sich um eine Anzahlung oder Vorausleistung.

Bei der Abzinsung von Verbindlichkeiten sind finanz- oder versicherungsmathematische Grundsätze unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 5,5 % anzuwenden. Aus Vereinfachungsgründen kann der Abzinsungsbetrag auch nach §§ 12 bis 14 BewG ermittelt werden. Die vereinfachten Bewertungsverfahren sind einheitlich für alle abzuzinsenden Verbindlichkeiten maßgebend und an den nachfolgenden Bilanzstichtagen beizubehalten.

Die (verbleibende) Laufzeit einer Verbindlichkeit am Bilanzstichtag ist grundsätzlich tagegenau zu berechnen. Aus Vereinfachungsgründen kann dabei davon ausgegangen werden, dass das Kalenderjahr mit 360 Tagen, jeder volle Monat mit 30 Tagen, der Monat, in dem der Fälligkeitstag liegt, mit der Anzahl der tatsächlichen Tage einschließlich des Fälligkeitstages, höchstens jedoch mit 30 Tagen angesetzt wird.

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