AHK-Umfrage: Weltwirtschaft weiterhin wackelig

dasFiBuWissen-News [ Stand: 10.05.2016 ]
Autor: Online-Redaktion Verlag Dashöfer
Quelle: Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK)
DIHK senkt Prognose für das deutsche Exportwachstum.

Die Weltkonjunktur kommt im laufenden Jahr nicht recht vom Fleck. Das zeigt der "AHK World Business Outlook" Frühjahr 2016, den der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) jetzt vorgestellt hat.

Die Erhebung beruht auf den Rückmeldungen von rund 3.400 Unternehmen, die entweder Mitglied einer Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) oder über eine bilaterale Wirtschaftsorganisation mit einer Delegation beziehungsweise Repräsentanz vernetzt sind.

"Die Weltwirtschaft steht weiterhin auf wackeligen Füßen", fasste DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier die Ergebnisse gegenüber der "Welt am Sonntag" zusammen. Knapp drei Viertel der Befragten rechneten mit einer stagnierenden oder sogar verschlechterten Entwicklung der Konjunktur weltweit.

Das Problem: "Kein Auslandsmarkt bietet sich derzeit als wahrer Wachstumstreiber an. Insbesondere die Rezessionen in Russland und Brasilien sowie das aus dem Galopp geratene Zugpferd China drücken auf die Stimmung." Immerhin stützten der niedrige Ölpreis und der geringe Außenwert des Euro nicht nur die deutsche Wirtschaft, sondern auch die der europäischen Nachbarn.

Insgesamt erwarte der DIHK für die Weltwirtschaft "nur ein unterdurchschnittliches Wachstum von 3 Prozent im Jahr 2016 und eine nur leichte Verbesserung im Jahr 2017", so Treier.

Die eigene Lage bewerte knapp jedes zweite deutsche Unternehmen im Ausland trotz des wirtschaftlich schwierigen Umfelds und vieler weltweiter Krisen als gut, berichtete der DIHK-Außenwirtschaftschef weiter. Zwar sollten Investitionen und Beschäftigung bei den Befragten leicht steigen, bestehen blieben jedoch das durch die weltweite Investitionsschwäche bedingte Risiko einer geringen Nachfrage im Ausland und die Unsicherheiten über die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen.

Treier: "Der DIHK korrigiert deshalb die Prognose für das deutsche Exportwachstum 2016 nach unten auf nur noch 2 Prozent (Herbst 2015: 3,5 Prozent). Das wäre einer der schwächsten Exportzuwächse seit der Wiedervereinigung."

"AHK World Business Outlook" 347.7 kB (PDF)