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Pensionsrückstellung - Steuerrecht

Bilanzierung [ Stand: 18.08.2016 ]
Autor: Philipp Jahn
Quelle: Verlag Dashöfer GmbH
Experte Philipp Jahn erläutert die Behandlung von Pensionsrückstellungen nach Steuerrecht

Steuerrechtlich wird, wie im Handelsrecht, zwischen unmittelbaren und mittelbaren Pensionsverpflichtungen sowie zwischen Alt- und Neuzusagen unterschieden.

1 Anwendungsbereich

Steuerrechtlich werden erweiterte Ansprüche bei der Bilanzierung von Pensionsrückstellungen gestellt. Neben den Ansatzkriterien des § 249 Abs. 1 HGB müssen ebenso die in § 6a EStG genannten Vorgaben erfüllt sein.

2 Ansatz dem Grunde nach

Grundsätzlich würden die handelsrechtliche Passivierungspflicht bei unmittelbaren Neuzusagen zu einer steuerrechtlichen Passivierungspflicht und das handelsrechtliche Passivierungswahlrecht für unmittelbare Altzusagen zu einem steuerrechtlichen Passivierungsverbot führen.

Da die Behandlung von Pensionsrückstellungen steuerrechtlich nach § 6a EStG gesondert geregelt ist, führt die o. g. Passivierungspflicht in der Handelsbilanz erst zu einer entsprechenden Rückstellungsbildung in der Steuerbilanz, wenn die sachlichen und persönlichen Voraussetzungen des § 6a EStG zusätzlich erfüllt sind, was eine Durchbrechung des Maßgeblichkeitsgrundsatzes des § 5 Abs. 1 Satz 1 EStG zur Folge hat. Ebenso hat der Bilanzierende das Wahlrecht zur Passivierung von mittelbaren und unmittelbaren Altzusagen in der Steuerbilanz. Das Passivierungswahlrecht für mittelbare Neuzusagen bewirkt jedoch ein Passivierungsverbot in der Steuerbilanz.

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