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Über Lohnzuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit

Entgeltabrechnung [ Stand: 13.06.2017 ]
Autor: Volker Hartmann
Quelle: Verlag Dashöfer GmbH
Nach Maßgabe von § 3b EStG sind Zuschläge, die für tatsächlich geleistete Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit gezahlt werden, steuerfrei, soweit die gesetzlich zulässigen Höchstbeträge dabei nicht überschritten werden.

Wenn ein Arbeitnehmer an einem gesetzlichen Feiertag bzw. am 31.12. (Silvester) tätig wird, sind die vom Arbeitgeber gewährten Zuschläge für tatsächlich geleistete Feiertagsarbeit grundsätzlich steuerfrei, soweit diese 125 % des Grundlohns nicht übersteigen.

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Urteil des Bundesarbeitsgerichtes vom 17.03.10, 5 AZR 317/09

Das Bundesarbeitsgericht hat bereits mit Urteil vom 17.03.10, 5 AZR 317/09, klargestellt, dass ein Arbeitnehmer nur dann einen arbeitsrechtlichen Anspruch auf einen im Tarifvertrag vereinbarten Feiertagszuschlag hat, wenn es sich um einen gesetzlichen Feiertag handelt. Ostersonntag und Pfingstsonntag gelten grundsätzlich nicht als gesetzliche Feiertage (Ausnahme: Bundesland Brandenburg).

§ 3b – Steuerfreiheit von Zuschlägen für Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit
(1) Steuerfrei sind Zuschläge, die für tatsächlich geleistete Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit neben dem Grundlohn gezahlt werden, soweit sie
1
für Nachtarbeit 25 Prozent,
2
vorbehaltlich der Nummern 3 und 4 für Sonntagsarbeit 50 Prozent,
3
vorbehaltlich der Nummer 4 für Arbeit am 31. Dezember ab 14 Uhr und an den gesetzlichen Feiertagen 125 Prozent,
4
für Arbeit am 24. Dezember ab 14 Uhr, am 25. und 26. Dezember sowie am 1. Mai 150 Prozentdes Grundlohns nicht übersteigen.
(2) 1Grundlohn ist der laufende Arbeitslohn, der dem Arbeitnehmer bei der für ihn maßgebenden regelmäßigen Arbeitszeit für den jeweiligen Lohnzahlungszeitraum zusteht; er ist in einen Stundenlohn umzurechnen und mit höchstens 50 Euro anzusetzen. 2Nachtarbeit ist die Arbeit in der Zeit von 20 Uhr bis 6 Uhr. 3Sonntagsarbeit und Feiertagsarbeit ist die Arbeit in der Zeit von 0 Uhr bis 24 Uhr des jeweiligen Tages. 4Die gesetzlichen Feiertage werden durch die am Ort der Arbeitsstätte geltenden Vorschriften bestimmt.
(3) Wenn die Nachtarbeit vor 0 Uhr aufgenommen wird, gilt abweichend von den Absätzen 1 und 2 Folgendes:
1
Für Nachtarbeit in der Zeit von 0 Uhr bis 4 Uhr erhöht sich der Zuschlagssatz auf 40 Prozent,
2
als Sonntagsarbeit und Feiertagsarbeit gilt auch die Arbeit in der Zeit von 0 Uhr bis 4 Uhr des auf den Sonntag oder Feiertag folgenden Tages.

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