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Konflikte lösen: Beispielfall  
9.5.2011, Online-Redaktion Verlag Dashöfer, Quelle: Gleichstellung online
Aufgrund des großen Interesses am Thema Konfliktmanagement, das wir in der letzten Newsletter-Ausgabe behandelt haben, baten wir Expertin Frau Schneidhuber darum, uns eine Konfliktlösungs-Strategie anhand eines Praxisfalls zu erläutern.

Die Konflikt-Situation

Frau M. (52 Jahre) arbeitet seit 15 Jahren in einer leitenden Funktion im Bereich „EU-Projekte“ einer Kommunalverwaltung. Im Rahmen der Vorbereitung einer internationalen Tagung entstehen Streitpunkte mit ihrer Mitarbeiterin (28 Jahre), der sie Aufgaben delegiert. Die Aufgaben werden in den Augen von Frau M. zu wenig sorgfältig bearbeitet. Offenkundig hapert es auch an den Englischkenntnissen der Mitarbeiterin. Zudem fehlen wichtige Grundkenntnisse im Bereich der EU-Strukturen. Bei einem ersten Gespräch zeigte sich die Mitarbeiterin Frau M. gegenüber wenig kritikfähig und zeigte wenig Bereitschaft, sich tiefer in die Gebiete einzuarbeiten. Frau M. fürchtet um die Qualität ihrer Tagung. Was kann sie tun?

Lösungsansätze:

Bevor sich Frau M. eine konkrete Strategie zur Lösung des Konfliktes erarbeiten kann, ist es notwendig und sinnvoll, eine Konfliktanalyse durchzuführen. Das bedeutet, es ist zu klären, was die genauen Gründe für das Entstehen des Konfliktes sind, z.B. das Fehlen zeitlicher oder personeller Ressourcen, persönliche Gründe u.ä. Des weiteren ist es wichtig zu wissen, welche Auslöser welcher Seite zuzuordnen sind. Mögliche Gründe auf der Seite der Mitarbeiterin sind beispielsweise, dass sie Angst hat (aufgrund mangelhafter Qualifikation) oder es fehlt ihr an Motivation oder sie ist überlastet. Für Frau M. kommt zum Beispiel als möglicher Auslöser in Frage, dass die Veranstaltung für sie sehr hohe Priorität hat oder sie einen sehr hohen, vielleicht sogar perfektionistischen Leistungsanspruch hat oder einen autoritären Führungsstil. Es ist an dieser Stelle der Konfliktlösung oft erforderlich, weitere Informationen einzuholen.

Sind die Ursachen für den Konflikt geklärt und die entsprechenden Auslöser zugeordnet, kann sich Frau M. eine detaillierte Lösungsstrategie überlegen. Diese ist auch von der Konfliktphase abhängig, in der sich die Beteiligten befinden. Beispiele für mögliche Lösungen können in diesem Fall sein, dass Frau M. eine weitere Mitarbeiterin hinzuzieht und die Aufgaben entsprechend aufteilt, ihrer Mitarbeiterin eine Weiterbildung in Aussicht stellt, mit ihr ein Gespräch über ihre Karrierepläne, Entwicklungsmöglichkeiten und Perspektiven im Unternehmen führt. Für Frau M. ist zum Beispiel neben der Teilnahme an unserem Konfliktmanagement-Seminar gegebenenfalls ein Führungskräfte-Coaching zielführend, in dessen Rahmen sie neben dem Erwerb von Konfliktlösungskompetenz (gezielte Arbeit an konkreten Konflikten, Verhaltensanalyse, Rollenspiele, Kommunikation etc.) auch intensiv und individuell an weiteren Themen und Zielen arbeiten kann.

Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Die Autorin:

Bettina Schneidhuber,
Diplomkauffrau, war nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Passau mehrere Jahre für ein führendes deutsches Medizintechnikunternehmen in den Bereichen Marketing, Vertrieb und internationales Management tätig. Darauf basierend und aufgrund des schon immer sehr ausgeprägten Interesses an Persönlichkeitsentwicklung und menschlichem Miteinander, absolvierte sie eine Ausbildung zum Coach und in Psychotherapie (HPG). Derzeit ist Frau Schneidhuber als Beraterin und Coach sowie als Referentin und Dozenten tätig. Ihre Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Leistungsoptimierung / Kompetenzentwicklung (fachlich und sozial), Persönlichkeitsentwicklung, Kommunikation / Konfliktmanagement, Verhaltensoptimierung, Unterstützung bei Veränderungsprozessen / Karriereplanung.


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