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E-Postbrief zeigt Schwächen

26.08.2010  — none .  Quelle: none.

Woran die Deutsche Post noch arbeiten muss

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Einen Monat nach Start des E-Postbriefs der Deutschen Post fällt die Bilanz ernüchternd aus. Nutzer müssen sich auf lange Wartezeiten beim Freischalten ihrer Konten, irritierende Anzeigen beim Aufladen des Guthabens und eine wenig verlässliche Druckvorschau einstellen. Das Online-Auktionshaus auvito.de erklärt, warum der E-Postbrief dringend weiterentwickelt werden muss, um konkurrenzfähig zu werden.

Der E-Postbrief macht zwar Briefmarken überflüssig, allerdings ist der Online-Dienst der Deutschen Post mit einem Preis von 55 Cent pro Sendung nicht günstiger als ein herkömmlicher Brief. Laut dem Vorstandschef Jürgen Gerdes rechtfertigt der hohe technische und organisatorische Aufwand die Preise.

Nichtsdestoweniger gibt es bislang Lücken im System. So dauerte es bei einem Test dreieinhalb Wochen bis zur Freischaltung des Kontos. Nach Aussage der Post hängen die längeren Wartezeiten damit zusammen, dass das System kontrolliert hochgefahren werden soll. Eine Verbesserung sei ab Oktober zu erwarten.

Problematisch gestaltet sich auch das Aufladen des Guthabens. So akzeptiert die Post nur Visa- und Mastercard oder Lastschriften, obwohl auch das American-Express-Logo erscheint. Der Versand von E-Postbriefen erfolgt entweder elektronisch oder die Post druckt die Briefe aus und stellt sie per Postboten zu. Die Anzahl der Personen, die über eine E-Postadresse verfügen, ist noch relativ gering. Die Post verspricht die Zustellung per Postboten am nächsten Werktag. Im Test war dies jedoch nicht immer der Fall.

Was die Anhänge betrifft, kann es ebenfalls zu Problemen kommen. PDF-Dateien lassen sich nur mit Seitenrand verschicken, Grafiken und Fotos werden zum Teil unvollständig ausgedruckt. Ist eine Datei einmal hochgeladen, kann sie nicht wieder gelöscht werden. Eine Druckvorschau wird erst nach dem Versand angezeigt. Zudem stimmte die Anzeige im Test nicht mit den ausgedruckten Briefen überein.

Quelle: Unister GmbH, Leipzig / openPR
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