20/2012 - Ausgefallene Mietrechtsurteile: SM-Etablissement in der Nachbarschaft
Sehr geehrte Damen und Herren,
erstens kommt es anders ... und zweitens als man denkt. Das ist eine zwar simple, aber immer wieder bestätigte Lebensweisheit. So kann es auch im Immobilienrecht gehen: Man erwirbt ein preisgünstiges, bebautes Grundstück mit dem Vorsatz, hier Mietraum entstehen zu lassen. Doch bei den ersten Umbaumaßnahmen stellt sich heraus, dass Gebäudeteile abgerissen werden müssen.
So weit, so ärgerlich. Doch neben den zusätzlichen Kosten besteht auch ein steuerrechtliches Problem: Da anfangs keine Abbruchabsicht bestand, gelten die aufgewendeten Mittel eigentlich als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten. Doch innerhalb der ersten drei Jahre nach Grundstückskauf muss eindeutig nachgewiesen werden, dass ursprünglich kein Abbriss geplant war; sonst fallen die Kosten unter die Herstellungskosten
des Neubaus mit den deutlich niedrigeren Abschreibungssätzen. Wie dieser eindeutige Nachweis aussehen kann und wo weitere steuerrechtliche Fallen in der Immobilienwirtschaft lauern, erfahren Sie im Praxis-Seminar:
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Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre HGV-aktuell-Redaktion
20/2012 Ausgefallene Mietrechtsurteile: SM-Etablissement in der Nachbarschaft 16. - 30. Mai 2012
Feuchte Luft Grundsätzlich obliegt die Erhaltungspflicht bezüglich der Mietsache dem Vermieter. Dies gilt auch für Anlagen, die der Ver- und Entsorgung der Mieträume dienen. Eine Münchner Mieterin bemerkte eines Tages eine zunehmende Feuchtigkeit in ihrem Badezimmer. Dieses verfügte über kein Außenfenster. Die Entsorgung der feuchten Luft erfolgte über einen in der Wand eingelassenen Abluftkanal, der zu einem Rohr im Dach führte, durch das die Luft entweichen konnte. ... zum Artikel
Mietzuschlag wegen Schönheitsreparaturen möglich? Ein in der Grundmiete einer preisgebundenen Wohnung enthaltener Kostenansatz für Schönheitsreparaturen im Sinne von § 28 Abs. 4 II. BV berechtigt einen zur Durchführung der Schönheitsreparaturen verpflichteten Vermieter nicht, nach Entlassung der Wohnung aus der Preisbindung die nunmehr als "Marktmiete" geschuldete Grundmiete über die im Mietspiegel ausgewiesene ortsübliche Vergleichsmiete hinaus um einen Zuschlag für Schönheitsreparaturen zu erhöhen. ... zum Artikel
Bundesgerichtshof bejaht Kündigungsmöglichkeit zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben des Vermieters durch eine ihm nahestehende juristische Person Der Bundesgerichtshof hat heute eine Entscheidung zu der Frage getroffen, ob eine juristische Person des öffentlichen Rechts als Wohnraumvermieter sich für ein berechtigtes Interesse an der Beendigung eines Mietverhältnisses im Sinne von § 573 Abs. 1 BGB auch auf den Nutzungsbedarf für eine ihr "nahestehende" juristische Person zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben des Vermieters stützen kann. ... zum Artikel
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Mieterhöhung bei Flächenabweichung in Mietwohnung Der unter anderem für das Wohnraummietrecht zuständige VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hatte darüber zu entscheiden, ob bei einer Mieterhöhung nach § 558 BGB die vertraglich vereinbarte Wohnfläche auch dann zugrunde zu legen ist, wenn die tatsächliche Wohnfläche (zum Nachteil des Mieters) eine geringere Größe aufweist. ... zum Artikel
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