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Aktuelles und Trends
Hohe Frauenerwerbsquote steigert Wirtschaftswachstum 19.10.2009
Eine bessere Gleichstellung von Frauen und Männern im Job könnte EU-weit zu einer Steigerung der Wirtschaftsleistung von 15 bis 45 Prozent führen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der schwedischen EU-Ratspräsidentschaft.
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In Deutschland könnte das BIP sogar um 29 Prozent und die Beschäftigungsrate um 28 Prozent steigen, wenn die Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt verwirklicht wäre. Über 60 Prozent der nicht berufstätigen Frauen in Deutschland im Alter zwischen 25 und 49 standen 2007 aufgrund familiärer Verpflichtungen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Damit liegt Deutschland im unteren Drittel der 27 Mitgliedstaaten. Der Meinung "Frauen sollten idealerweise zu Hause bleiben und die Kinder erziehen" waren 2006 in Deutschland noch 15 Prozent der befragten Frauen und Männer.
Die Ergebnisse der Studie werden auf einer Konferenz des schwedischen EU-Vorsitzes zum Thema "Geschlechtergleichstellung als Motor des Wirtschaftswachstums" am 16. Oktober in Stockholm diskutiert. Im Vorfeld der Konferenz sagte EU-Beschäftigungskommissar Vladimír Špidla: "In vielen Ländern besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen hohem Pro Kopf BIP und höherer Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern. Häufig verzeichnen die Länder mit den höchsten Frauenerwerbsquoten und mit mehr weiblichen Führungskräften bessere wirtschaftliche Leistungswerte. Zur Bewältigung der Wirtschaftskrise müssen wir unser Potenzial voll ausschöpfen und alle mit ihren Fähigkeiten einbinden."
In den letzten zehn Jahren sind bemerkenswerte Fortschritte bei der Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt erzielt worden: die Frauenerwerbsquote ist von 52 Prozent im Jahr 1998 auf 59,1 Prozent im Jahr 2008 angestiegen und nähert sich dem für 2010 angepeilten Lissabon-Ziel. Im Vergleich zur Beschäftigungsquote für Männer bestehen nach wie vor große Unterschiede, und zwar sowohl auf quantitativer Ebene (13,7 Prozentpunkte) als auch auf qualitativer Ebene (geschlechtsspezifisches Lohngefälle, unfreiwillige Teilzeitbeschäftigung, geschlechtsspezifische Segregation des Arbeitmarkts). Am Rande der Konferenz findet ein Treffen der für Geschlechtergleichstellung, Finanzen und Wirtschaft zuständigen Ministerinnen und Minister statt. Die Ergebnisse der Gespräche sollen in die Ausgestaltung der künftigen EU Strategie für Wachstum und Beschäftigung für die Zeit nach 2010 einfließen.
Die Studien und weitere Informationen zum Thema Wirtschaftswachstum durch Gleichstellung finden Sie hier und hier, alle Informationen im Einzelnen hier.
Quelle: Europäische Kommission
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